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Die Bildanalyse bei der Untersuchung von Schiefer
Die Bildanalyse umfaßt die Bilderstellung und Bildbearbeitung
sowie die anschließende Vermessung von Bildobjekten und
dessen Auswertung. In der Realität existieren unendlich
viele Farbnuancen, die auch als kontinuierliche- oder analoge
Daten bezeichnet werden. Da ein Rechner diese unendliche Vielzahl an Information nicht verarbeiten kann, müssen die analogen Daten in diskrete Zahlenwerte umgesetzt werden. Diese Umwandlung wird als Digitalisierung bezeichnet und ist die Vorraussetzung für eine bildanalytische Untersuchung. Digitalisierungen können durch unterschiedliche Methoden erreicht werden und gehen immer mit dem Verlust von Bildinformationen einher.
Ein Vorteil der Bildanalyse gegenüber der herkömmlichen Mikroskopie ist, daß sämtliche mikroskopischen Bildausschnitte als Pixelbild vorhanden und somit immer wieder rekapitulierbar sind. Dies gilt auch für die durchgeführten Arbeitsschritte sowie erhaltenen Daten, wodurch z.B. die Erstellung einer Datenbank möglich ist. Aufbau und Formate digitaler Bilder
Wie schon erläutert, besteht ein digitales Bild aus einer
Matrix von Pixeln. Computer speichern und verarbeiten Informationen als Bits, weshalb alle Daten in einem binären Code vorliegen müssen. Da aufgrund der Datenmenge 1 Bit nicht ausreicht, werden im allgemeinen 8 Bits zusammengefasst bzw. hat sich in der Bearbeitung von Farbbildern das 24-Bit-Farbsystem als Standard etabliert.
Bei Schiefer ist aber aufgrund der Feinkörnigkeit eine bildanalytische Phasenbestimmung unmöglich. Daher wird sich auf die Quantifizierung des Gefüges beschränkt, bei der Graustufen ausreichen. Ein Pixelbild im Graustufenbereich kann 256 verschiedene Graustufen enthalten, wobei Schwarz=0, dem mittlere Grauton=128 und Weiß=255 zugeordnet wird. Oft werden Graustufenwerte als Prozentwert der Deckkraft von schwarzer Druckfarbe angegeben, wobei dann Schwarz = 100 % und Weiß = 0 % entspricht. Manchmal wird dem Ton Schwarz der Wert 255 und Weiß 0 zugeordnet. Es ist darauf zu achten, welche Einstellungen in der Software getroffen wurde, um sie gegebenfalls zu ändern.
Software Zur Bildbearbeitung wurde die Shareware GraphicConverter verwendet. Für die Bildanalyse kam die Freeware Image SXM zum Einsatz, eine Modifikation von NIH IMAGE vom U.S. National Institute of Health. Beide arbeiten ausschließlich im Schwarz/Weiß Bereich und können aus dem Internet auf den entsprechenden Seiten heruntergeladen werden. Eine Software-Alternative für die meisten UNIX Systeme, inklusive Linux sowie Windows bietet das Java Bildanalyse-Programm ImageJ, welches auch auf den Internetseiten von NIH-Image frei erhältlich ist. Sämtliche Informationen über die hier erwähnten Bildbearbeitungsprogramme sind auf den Web-Seiten des "U.S. National Institute of Health unter FAQs" zu finden. |